Projekt 1968 - 2008

6-Tage-Krieg (3. arabisch-israelische Krieg)

Februar 27, 2008 · 1 Kommentar

Am 5. Juni 1967 begann es und es sollte 6. Tage andauern. Ein erstaunlich schneller Kampf mit ungeahnter Tragweite! In der Nacht der Gründung Israels, wurde dem Staat von allen umliegenden “Nachbarn” der Krieg erklärt. Dann folgten der israelische Unabhängigkeitskrieg und die Sueskrise. 2. arabisch-israelische Kriege gingen diesem Konflikt voraus. Beide hielten sie Monate an, doch diesmal sollte alles anders werden, diesmal sollte Israel seine gesamte Kampfkraft fokusieren und einen Sturm entfesseln. Hier standen sich nun erneut auf der einen Seite Israel und auf der anderen Seite 3 arabische Staaten gegenüber (Ägypten, Jordanien, Syrien). Der Auseinandersetzung ging die Sperrung der Straße von Tiran für die israelische Schifffahrt und ein Aufmarsch der arabischen Armeen an den Grenzen Israel voraus. Um einen Angriff von arabischer Seite zuvor zu kommen, griffen am 5. Juni präventiv israelische Kampfbomber der IDF (Israel-Defence-Forces) ägyptische Luftwaffenbasen an. Den 50.000 israelischen Soldaten (264.000 mit Reservisten) standen 280.000 Soldaten der arabischen Länder gegenüber(Ägypten:150.000,Syrien:75.000,Jordanien: 55.000)! Der Angriff auf die ägyptischen Luftbasen brachte den Israelis einen riesigen Vorteil, da dort der größte Teil der Luft-Angriffs-Truppen schon am Boden erheblich dezimiert wurde, ähnlich erging es Syrien und Jordanien. Israel sicherte sich durch diesen geschickten Präventivschlag die totale Luftüberlegenheit für den Rest des Krieges. Während dieses Luftangriffes rückten am Boden schwer bewaffnete Truppen der IDF gegen die Ägypter vor, diese unterlagen der Führung von Avraham Yoffe, Ariel Sharon und Israel Tal, 3 große israelische Generäle und Kämpfer. Israel gab keine Informationen über den Angriff heraus, dies nutzte die ägyptische Propaganda entscheident aus und verkehrte das Ganze, so schien es in dem Rest der Welt, als hätte Ägypten den Krieg begonnen. Die ägyptische Propaganda sprach von großen Siegen, doch die Wahrheit sah ganz anders aus. Als nun der König von Jordanien Hussein in den Krieg eingreifen wollte, forderte Israel, dass er dies nicht tun sollte. Doch Hussein griff an und beschoss Westjerusalem und das Gebiet um Tel Aviv mit Artillerie. Der israelische Verteidigungsminister Mosche Dajan ordnete an Jerusalem zu umstellen, dort aber nicht ein zu marschieren.  Am 6. und 7. Juni erlang Israel große Siege und die arabischen Truppen erlitten große Niederlagen, als Israel durch den Sinai auf die strategisch wichtige Pässe Mitla und Gidi vorrückte. Durch kombinierten Einsatz von Fallschirmjägern, Luftangriffen, Artillerie und Panzern konnten sie den zahlenmäßig überlegenen feindlichen Truppen eine vernichtende Niederlage bereiten. Die ägyptischen Truppen zogen sich nun nach Befehl des Verteidigungsminister hinter den Sueskanal zurück. Dajan wollte ein Vorrücken bis hinter den Sueskanal vereiteln da er weitreichende internationale Konsequenzen vorraussah, jedoch war der Drang nach mehr der IDFs nicht mehr zu stoppen. Sie rollten weiter. Am 7. Juni wurden die Truppen von Generalmajor Tal zurückgeordet, doch ihr Vorwärtsdrang konnte nicht gestillt werden. Währenddessen rückten IDFs in Ost-Jerusalem ein und griffen die von Jordanien besetzte Westbank an. Der Angriff auf Jerusalem fand gegen den Willen Dajans und anderer orthodoxer Parlamentsmitglieder statt. Die syrischen Golanhöhen lagen unter schwerem israelischem Artellerie- und Luftwaffenfeuer, was die dort befindlich Truppen zurückschlagen sollte. Am 8. Juni erreichten die israelischen Panzer endlich den Sueskanal und am 9. Juni griff Israel dann auch die syrischen Kampftruppen auf den Golanhöhen stärker an, welche 205 Häuser sowie Obstgärten und Ackerland beschossen und zerstört hatten. Der Angriff wurde zum Erfolg, da bereits vorher Agenten des Mossad die syrischen Stellungen ausspioniert hatten. Da bereits am 5. Juni zwei Drittel der syrischen Luftstreitkräfte zerstört worden ist und der Rest auf entlegene Stützpunkte zurückgedrängt wurde, hatte die syrische Luftmacht keine Auswirkungen auf die israelischen Angriffe. Als die syrische Armee einsehen musste, das sie gegen die hochmoderne IDF keine Chance hatte, gab sie die Hoffnung auf einen Einmarsch auf und begann israelische Städte im Hula-Tal mit Granaten zu beschießen. Die Syrier hatten sich auf dem Golan verschanzt, jedoch war dies einer der sensibelsten Punkte Syriens und so entschloss sich Israel einen Angriff durch zu führen. Dajan war ein entschiedener Gegner dieser Mission, da er dachte, dass es mindestens 30.000 Israelis das Leben kosten würde, aber Levi Eschkol und der Chef des nördlichen Kommandos, David Elazar, welcher mitreißend enthusiastisch und engagiert war, konnten einen Meinungsumschwung bei Dajan erreichen. Als sich nun die Lage an den südlichen und  mittleren Fronten verbesserte, stimmte Dajan der Operation voll zu. Die meisten syrischen Truppen flohen, so dass die Berge schon am 10. Juni völlig in israelische Hand gerieten. Nach nur sechs Tagen hatten die Israelis die feindlichen Linien durchbrochen und waren kurz davor, in Kairo, Amman und Damaskus einzumarschieren.
Am 11. Juni wurde der letzte Waffenstillstand unterzeichnet, allerdings fand kurz darauf in der sudanesischen Hauptstadt Khartum ein Gipfeltreffen statt, auf dem mit der Khartum-Resolution ihre Politik auf 3 weitere “Neins” festgelegt wurde und sie sich somit gegen eine friedliche Lösung für den nahen Osten stellten! Die 3 “Neins” bedeuteten: „Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels.“

Der 6 Tage Krieg zeigt wie stark ein Volk sein kann, wie ein Volk aus einer Minderheit heraus agieren kann und einen scheinbar unmöglichen Krieg gewinnen kann. Es zeigt die Durchalte- und Kampfstärke der Israelis. Und so wurden letztendlich die Gebiete des Gaza-Streifen, der Sinai Halbinsel, der Golan-Höhen, des Westjordanlandes und Ostjerusalems Israel zugesprochen, welche sich diese im Konflikt mit 3 übermächtigen Feinden erkämpft hatten. Auf israelischer Seite fielen 780 Menschen und 2.000 wurden verletzt, während auf arabischer Seite ca. 21.000 getötet wurden und 45.000 verletzt wurden. Ein überragender Sieg der IDF.

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